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Die Geschichten hinter den daten

Jahrelang haben Menschen in Frage gestellt, ob Investitionen in den Kampf gegen die globale Armut und gegen Krankheiten Wirkung zeigen. Natürlich glauben wir, dass sie Wirkung zeigen.

Wir investieren all unsere Ressourcen in diesen Kampf. Aber das bedeutet nicht, dass jede Investition in die Entwicklung die größtmögliche Wirkung erzielt. Das muss aber unser Ziel sein.

Wir werden diesen Bericht bis zum Jahr 2030 jedes Jahr veröffentlichen, weil wir den Fortschritt im Kampf gegen die Armut beschleunigen wollen, indem wir helfen, dringende Probleme zu erkennen, vielversprechende Lösungen zu finden und wichtige Ergebnisse zu messen und zu interpretieren, sowie Erfolgsmethoden mit anderen zu teilen.

Zufällig wird dieser Bericht zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, zu dem mehr denn je Zweifel am weltweiten Engagement im Entwicklungsbereich bestehen. Der US-amerikanische Kongress ist gerade mit den Konsequenzen der geplanten starken Kürzungen der Entwicklungshilfe durch den US-Präsidenten konfrontiert. In anderen Geberländern sind ähnliche Einsparungen zu sehen. Gleichzeitig müssen Entwicklungsländer mehr dafür tun, das Wohlergehen ihrer ärmsten Bürger zur Priorität zu machen.

Im Jahr 2015 haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) verabschiedet, die gemeinsam zeigen, wie die Welt im Jahr 2030 aussehen soll. Wenn wir allerdings unser Engagement, das in der letzten Generation zu so viel Fortschritt geführt hat, nicht erneut bekräftigen, können wir diese Wunschwelt nicht erreichen. Weltweit müssen nun führende Politiker aktiv werden, um uns wieder auf den Weg zu bringen, den wir erst vor zwei Jahren eingeschlagen haben.

Dieser Bericht, der Datenmodellierung vom Institute for Health and Metrics enthält, verfolgt 18 Datenpunkte, die Teil der SDGs sind und die unseres Erachtens für die Gesundheit und das Wohlergehen aller Menschen wesentlich sind. Zusätzlich zu den Daten erzählen wir die Geschichten, die diesen Daten zugrundeliegen—Geschichten über die Verantwortlichen, die Innovationen und die Maßnahmen, die in jenen Ländern einen Unterschied bewirkt haben, in denen es die größten Fortschritte gab.

Die Entscheidungen, die wir gemeinsam in den nächsten Jahren treffen, werden sich wesentlich auf die Richtung dieser Kurven auswirken. Natürlich geht es nicht um die Form der Kurven. Es geht darum, wofür die Kurven stehen: ob Millionen oder Milliarden von Menschen Krankheiten überleben, der extremen Armut entkommen und ihr volles Potenzial erreichen werden.

Wir haben das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) darum gebeten, die wahrscheinlichsten Ergebnisse zu den 18 Indikatoren zwischen heute und dem Jahr 2030 abzubilden. Die Flächen zwischen den Kanten der grünen und roten Zonen, die nur zwei bis fünf Zentimeter auf dem Papier ausmachen, stellen das Leben und die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen dar. Wenn wir in der grünen Zone sein möchten und nicht der roten, müssen wir weiterhin in beste Verfahren investieren und Neuerungen vornehmen.

Die Entscheidungen, die wir gemeinsam in den nächsten Jahren treffen, werden sich wesentlich auf die Richtung dieser Kurven auswirken. Natürlich geht es nicht um die Form der Kurven. Es geht darum, wofür die Kurven stehen: ob Millionen oder Milliarden von Menschen Krankheiten überleben, der extremen Armut entkommen und ihr volles Potenzial erreichen werden.

– Bill & Melinda Gates

Bill Gates signature
Melinda Gates signature

Fallstudien
Kindersterblichkeit
Von Melinda Gates

Wenn ich eine einzige Statistik auswählen könnte, auf die ich mich konzentrieren sollte, dann wäre es sicher die Anzahl der Kinder, die jedes Jahr noch vor ihrem fünften Lebensjahr sterben.

Diese Zahl hat sehr viel Aussagekraft. Die Kindersterblichkeitsrate verweist auf das allgemeine Wohlergehen, aber auch auf Fortschritt (oder den Mangel an Fortschritt). Wenn man mit einer Mutter spricht, die ein Kind verloren hat, versteht man erst die emotionale Bedeutung dieser Zahl. Was Wichtigeres gibt es, als Kinder am Leben zu halten, damit sie gedeihen und eine gute Zukunft haben?

Auf einen Blick
Anzahl der Kinder weltweit, die noch vor ihrem fünften Lebensjahr sterben (in Millionen)
199020162030
0
15m
Wichtigste Erkenntnis
Es ist schwierig, Kinder in Konfliktzonen oder ländlichen Gegenden zu erreichen, die Stunden von jeglicher Infrastruktur entfernt leben. Aber es ist möglich und es ist heute noch besser möglich als je zuvor.
Melinda Gates
Müttersterblichkeit: Äthiopien
Einleitung durch Bill und Melinda Gates

Wenn man die wirksamste Methode erfinden müsste, um Gemeinschaften zu zerstören und Kinder zu gefährden, wäre es die Müttersterblichkeit.

Glücklicherweise existieren bereits Lösungen. Um allen Frauen diese Lösungen zugänglich zu machen, müssen wir sie davon überzeugen, ihre Kinder in Gesundheitseinrichtungen zur Welt zu bringen und nicht zuhause.

Auf einen Blick
Müttersterblichkeitsverhältnis pro 100.000 Lebendgeburten in Äthiopien
19902016
0
1k
Vor Ort
Die Rate der Kindersterblichkeit hat sich in nur acht Jahren halbiert. Anders war die Entwicklung bei der Müttersterblichkeit.
Kesete AdmasuGeschäftsführer der Roll Back Malaria Partnership
Familienplanung: Senegal
Einleitung durch Bill und Melinda Gates

Die Relevanz von Familienplanung kann man am Besten wie folgt beschreiben: Wenn wir das Familienplanungsziel erreichen, können wir so gut wie jedes andere nachhaltige Entwicklungsziel erreichen.

Armut. Müttersterblichkeit. Kindersterblichkeit. Bildung. Gleichberechtigung von Frauen und Männern. All diese Bereiche können verbessert werden, wenn Frauen ihre Schwangerschaften planen können, damit sie körperlich und wirtschaftlich bereit sind, wenn sie ein Kind bekommen.

Auf einen Blick
Aktuelle Verbreitung von Empfängnisverhütungsmitteln im Senegal
19902016
0
20%
Vor Ort
Senegal hat seine Lieferketten umgestaltet. Seitdem muss keine Frau, die Verhütungsmittel haben möchte, mit leeren Händen nach Hause geschickt werden.
Fatimata SyDirektorin der Ouagadougou Partnership
HIV
Von Bill Gates

Als die AIDS-Epidemie vollkommen außer Kontrolle war, gehörten Beerdigungen zur Routine, etwa so wie das Frühstück oder wie die allmorgendliche Fahrt zur Arbeit.

Anfang des 21. Jahrhunderts nahm die Welt eine riesige Investition vor, um diese Krise zu bewältigen. In der Geschichte der globalen Gesundheit hat es nie zuvor eine solche Ausweitung der Versorgung von Bedürftigen mit Produkten und Dienstleistungen gegeben.

Auf einen Blick
Weltweite HIV-Todesfälle pro 1.000 Menschen
199020162030
0
0,4
Wichtigste Erkenntnis
Eine zehnprozentige Kürzung der Ausgaben für HIV-Behandlungen könnte 5,6 Millionen Menschen das Leben kosten.
Bill Gates
Finanzielle Dienstleistungen für die Armen: Indien
Einleitung durch Bill und Melinda Gates

Armut ist nicht nur der Mangel an Geld. Es mangelt auch an grundsätzlichen finanziellen Dienstleistungen, die den Armen dabei helfen, das bisschen Geld, das sie haben, zur Verbesserung ihrer Lebensumstände einzusetzen.

Die Entwicklungsorganisationen versuchen daher seit Jahrzehnten, finanzielle Inklusion zu fördern, d.h. den Armen die Möglichkeit zu geben, ein Konto zu eröffnen und Zugang zu Dienstleistungen, wie Darlehen und Versicherung zu bekommen.

Auf einen Blick
Auswirkung, wenn Frauen in Indien ihre Lohnzahlung direkt auf ihr eigenes Bankkonto erhalten - Jahreseinkommen in Indischen Rupien (INR)
Kontrollgruppe
13.479INR
Behandlungsgruppe
16.766INR
Ein Gespräch mit Rohini Pande
Mit der Zunahme des Wohlstands in Indien arbeiten Frauen heute weniger in formellen Berufen. Das ist ein Problem für Frauen: Wenn sie weniger arbeiten, haben sie weniger Mitspracherecht zuhause und weniger Chancen ein erfülltes Leben zu leben. Es ist ein Problem für Indien, denn das Land kann das Talent der zahlreichen Frauen nicht nutzen, die arbeiten möchten.
Rohini PandeProfessor, Harvard Kennedy School
Wachstumsstörungen: Peru
Einleitung durch Bill und Melinda Gates

Einer der aussagekräftigsten und zugleich komplexesten Indikatoren im Bereich der globalen Gesundheit sind Wachstumsstörungen.

Man sagt, dass Kinder Wachstumsstörungen haben, wenn sie nicht der Größenvorstellung für ihr Alter entsprechen. Es ist aber nicht die Körpergröße, die uns Sorgen bereitet. Wachstumsstörungen deuten eher auf etwas sehr viel Wichtigeres hin.

Auf einen Blick
Prävalenz an Wachstumsstörungen unter Kindern bis zum fünften Lebensjahr in Peru
19902016
0
50%
Vor Ort
Wir sind jetzt ein Land, das seine Ressourcen so umgeschichtet hat, dass Millionen von Kinder nicht mehr länger mangelernährt sind. Das Beste daran ist, dass die chronische Mangelernährung in Peru weiterhin reduziert wird.
Milo StanojevichLandesdirektor, CARE Peru
Globale Daten
ARMUT
Das Diagramm zeigt einen stetigen Rückgang der Armut seit 1990, der auf die schnell wachsenden Länder China und Indien zurückgeführt werden kann.
Um das Ziel zu erreichen, müssen viele Länder ihre Wachstumsrate erhöhen und das Wachstum gleichmäßiger verteilen. Unser Endziel sollte das „Ende der Armut in all ihren Formen“ sein. Ein sehr viel ehrgeizigeres Ziel, als nur einen Lohn zu zahlen, mit dem Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Es bedeutet, wie bereits in der Grundsatzerklärung unserer Stiftung zu lesen ist, dass alle Menschen ein gesundes und produktives Leben führen können.
Ziel: Die extreme Armut für alle Menschen in der Welt beseitigen. Brookings-Prognose-Daten ab 2014.
Anteil der Bevölkerung unter der internationalen Armutsgrenze (US $ 1/90/Tag)
Aktuelle PrognoseZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
25
50%
35%
9%
6%
0%
WACHSTUMSSTÖRUNGEN
Wachstumsstörungen deuten auf kognitive und körperliche Entwicklung eines Kindes hin.
Kinder mit Wachstumsstörungen werden ihr Leben lang kränker und weniger produktiv sein, und Länder mit hohen Raten an Wachstumsstörungen werden weniger wohlhabend sein. Man kann aber nicht so einfach auf Wachstumsstörungen eingehen, weil sie durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Experten erfassen Daten darüber, was funktioniert und sie behaupten, dass die Kombination aus grundlegender Gesundheitsversorgung und gesunder Ernährung Wachstumsstörungen wesentlich reduzieren kann.
Ziel: Alle Formen der Unterernährung bis 2025 beenden und die international vereinbarten Ziele in Bezug auf Wachstumsstörungen und Verkümmerung unter Kindern bis zum fünften Lebensjahr bis 2025 erreichen. im Diagramm ist ein vorläufiges Ziel zu sehen, das basierend auf dem existierenden Ziel für 2025 extrapoliert wurde.
Prävalenz an Wachstumsstörungen unter Kindern bis zum fünften Lebensjahr.
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
25
50%
36%
26%
22%
26%
18%
14%
MÜTTERSTERBLICHKEIT
In jüngster Vergangenheit haben wir gesehen, dass mehr Frauen ihre Kinder in einer Gesundheitseinrichtung zur Welt bringen und nicht zuhause.
Sachkundige Betreuung bei der Geburt ist wichtig, um das Leben von Müttern zu retten. Daher müssen Länder sichergehen, dass ihre Gesundheitseinrichtungen gut ausgerüstet sind und Fachkräfte haben, die Patienten die beste Versorgung bieten können.
Ziel: Die weltweite Müttersterblichkeit auf unter 70 je 100.000 Lebendgeburten senken.
Müttersterblichkeit pro 100.000 Lebendgeburten
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
100
200
300
275
179
138
179
104
70
KINDERSTERBLICHKEIT BIS ZUM FÜNFTEN LEBENSJAHR
Seit 1990 wurden mehr als 100 Millionen Kinder gerettet, was größtenteils auf die bessere Versorgung Neugeborener und Impfstoffe zurückgeführt werden kann.
Um diese Fortschritte auch weiterhin zu garantieren, müssen Länder (oder Regionen in Ländern) mit den schwächsten Gesundheitsversorgungssystemen dabei unterstützt werden, die grundsätzliche Infrastruktur aufzubauen, die erforderlich ist, um alle Kinder mit lebensrettenden Interventionen zu versorgen.
Ziel: Keine vermeidbaren Todesfälle unter Säuglingen und Kindern bis zum fünften Lebensjahr. Alle Länder sollen die Säuglingssterblichkeitsrate auf höchstens 12 pro 1.000 Lebendgeburten und die Kindersterblichkeit bis zum fünften Lebensjahr auf höchstens 25 pro 1.000 Lebendgeburten reduzieren. Das auf dem Diagramm gezeigte Ziel wurde von der Länderebene auf die globale Ebene extrapoliert.
Anzahl der Kinder weltweit, die noch vor ihrem fünften Lebensjahr sterben (in Millionen)
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
50
100
85
38
23
31
19
3
SÄUGLINGSSTERBLICHKEIT
Fast die Hälfte aller Kindtsode ereignen sich in den ersten 28 Lebenstagen.
Neugeborene sterben an anderen Ursachen als ältere Kinder, daher müssen zu ihrer Rettung andere Ansätze gewählt werden. Viele Lösungen, wie Stillen und Geräte zur Wiederbelebung von Babys, sind relativ einfach. Man muss nur sichergehen, dass die Mütter die Informationen haben, die Sie benötigen, um sich richtig um ihre Babys zu kümmern, und dass Neugeborene im Notfall schnell ärztlich behandelt werden.
Ziel: Keine vermeidbaren Todesfälle unter Säuglingen und Kindern bis zum fünften Lebensjahr. Alle Länder sollen die Säuglingssterblichkeitsrate auf höchstens 12 pro 1.000 Lebendgeburten und die Kindersterblichkeit bis zum fünften Lebensjahr auf höchstens 25 pro 1.000 Lebendgeburten reduzieren. Das auf dem Diagramm gezeigte Ziel wurde von der Länderebene auf die globale Ebene extrapoliert.
Säuglingstode pro 1.000 Lebendgeburten
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
20
40
32
17
11
14
9
1
HIV
In den frühen 2000ern halfen der Global Fund, PEPFAR, und inländische Ausgaben in endemischen Ländern dabei, neue HIV-Infektionen wesentlich zu reduzieren.
Als die Krisenstimmung nachließ, stagnierte auch die Abnahme der Infektionen. Neue Präventionsmaßnahmen werden über kurz oder lang dabei helfen, sie wieder zu beschleunigen, aber momentan müssen wir versuchen, diese Kurve mit den aktuell verfügbaren Methoden wieder in die richtige Richtung zu biegen. Das bedeutet, dass wir immer nach neuen Möglichkeiten suchen müssen, um Lösungen zu liefern und die besten Verfahren weltweit mit anderen zu teilen.
Ziel: Die AIDS-, TB-, Malaria- und NTD-Epidemie beenden. Das auf dem Diagramm gezeigte Ziel wurde vom UNAIDS-Ziel von 200.000 neuen Infektionen unter Erwachsenen im Jahr 2030 extrapoliert.
Neue HIV-Fälle pro 100.000 Menschen
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
0,25
0,5
0,75
0,37
0,25
0,21
0,5
0,1
0,02
TUBERKULOSE
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat eine große Investition in den Kampf gegen TB, besonders mithilfe des Global Fund, zu wichtigen Verbesserungen bei der Behandlung geführt.
Aber die jährliche Minderungsrate reicht immer noch nicht aus, um unser Ziel zu erreichen. Wir sind optimistisch, dass neue Hilfsmittel, einschließlich eines Impfstoffs, im nächsten Jahrzehnt verfügbar sein werden.
Ziel: Die AIDS-, TB-, Malaria- und NTD-Epidemie beenden. Das auf dem Diagramm gezeigte Ziel wurde vom Ziel der Stop TB Partnership von < 20 Fällen pro 100.000 Lebendgeburten extrapoliert.
Neue TB-Fälle pro 100.000 Menschen
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
100
200
187
140
114
133
89
20
MALARIA
Jahrzehntelang, noch bis ins frühe 21. Jahrhundert, nahmen die Todesfälle durch Malaria weltweit zu.
Dank der Gründung des Global Fonds und der Entwicklung neuer Hilfsmittel, einschließlich insektizidbehandelter Moskitonetze und verbesserter Medikamente zur Malariabekämpfung wurde ein Wende im Kampf gegen die Krankheit herbeigeführt. Die Malaria-Todesfälle sanken zwischen 2000 und 2015 um 60 Prozent. Diese Hochrechnung berücksichtigt keine Innovationen. Mithilfe weiterer Investitionen und Forschung erwarten wir neue Hilfsmittel und Strategien, die den Fortschritt in Bezug auf die Ausrottung dieser Krankheit beschleunigen werden.
Ziel: Die AIDS-, TB-, Malaria- und NTD-Epidemie beenden. Das auf em Diagramm gezeigte Ziel wurde vom Ziel der WHO Global Technical Strategy extrapoliert, das eine Reduzierung von 90 Prozent vorsieht.
Neue Malaria-Fälle pro 100.000 Menschen
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
20
40
31
29
28
39
5
9
VERNACHLÄSSIGTE TROPISCHE KRANKHEITEN (NTDs)
NTDs sind mehrere verschiedene Krankheiten, die 1,6 Milliarden der ärmsten, verletzlichsten Menschen in der Welt davon abhalten, ihr Potenzial zu erreichen.
Die meisten von ihnen können vor diesen Krankheiten geschützt oder dafür behandelt werden, aber es ist schwierig die Milliarden gefährdeten Menschen zu erreichen. Im Jahr 2012 haben endemische Länder, Spender und pharmazeutische Unternehmen die Londoner Erklärung zur Ausrottung oder Kontrolle von 10 NTDs unterzeichnet. Es ist wichtig, dass diese Dynamik fortgesetzt wird, um den Fortschritt zu beschleunigen.
Ziel: Die AIDS-, TB-, Malaria- und NTD-Epidemie beenden.
Prävalenzrate von 15 NTDs pro 100.000 Menschen
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machen
199020162030
0
25
50k
47k
27k
22k
29k
13k
FAMILIENPLANUNG
Wir haben Länder gruppiert und die Gruppen separat aufgezeichnet, um die Lücke zwischen mehr und weniger entwickelten Ländern zu zeigen.
Aber dieses Diagramm zeigt nicht die ganze Geschichte, denn der gemessene Indikator „met need (entspricht den Anforderungen)“ hängt davon ab, ob Frauen sagen, dass Sie eine Schwangerschaft hinauszögern möchten oder dass sie keine weiteren Kinder wollen. Es gibt zahlreiche Gründe dafür, warum Frauen nicht angeben, dass sie Empfängnisverhütungsmittel benötigen, darunter auch kulturelle Normen, die ihnen verbieten, sich Gehör zu verschaffen. Es muss noch Vieles getan werden, um in den meisten Entwicklungsländern auf unerfüllte Bedürfnisse und eine versteckte Nachfrage einzugehen.
Ziel: Universellen Zugang zu Dienstleistungen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit, einschließlich Familienplanung, sicherstellen.
Der sozio-demographische Index (SDI) ist eine Maßeinheit, die auf dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen, dem Bildungsstand und der Gesamtfruchtbarkeitsrate basiert.
Anteil der Frauen im Alter von 15-49 Jahren, die moderne Verhütungsmethoden einsetzen
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenSDI hoch / niedrig
199020162030
0
50
100%
66%
76%
80%
Hoch
Niedrig
76%
85%
ALLGEMEINE GESUNDHEITSVERSORGUNG
Unser Fokus ist die primäre Gesundheitsversorgung, der wichtigste Schritt zur allgemeinen Gesundheitsversorgung.
Leider geben Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen nur ca. ein Drittel ihres Gesundheitsbudgets für die primäre Gesundheitsversorgung aus. Wir haben Länder gruppiert und die Gruppen separat aufgezeichnet, um die Lücke zwischen mehr und weniger entwickelten Ländern zu zeigen. Primäre Gesundheitsversorgung in wichtigen Ländern würde uns einen großen Schritt weiter bringen, um die 400 Millionen Menschen zu versorgen, die derzeit keine primäre Gesundheitsversorgung haben.
Ziel: Allgemeine Gesundheitsversorgung für alle Menschen.
Der soziodemographische Index (SDI) ist ein Indikator, der auf dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen, Bildungszugang und der gesamten Fruchtbarkeitsrate basiert.
Leistungsbewertung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030SDI hoch / niedrig
199020162030
0
50
100
45
60
67
Hoch
Niedrig
63
69
97
RAUCHEN
Dieses Diagramm stimmt positiv, unterschätzt aber den Tabakkonsum aufgrund der engen Definition des Rauchens und dem Ausschluss rauchfreier Tabakprodukte.
Die Anzahl der Menschen, die Zugang zu mindestens einer Maßnahme zur Eindämmung des Tabakkonsums haben, hat sich seit dem wegweisenden WHO-Rahmenübereinkommen zur Bekämpfung des Tabakkonsums im Jahr 2003 vervierfacht. Das große Unbekannte ist die Zukunft Afrikas, wo Tabakunternehmen große Verkaufschancen sehen. Strenge Gesetz zur Tabakkontrolle sind unerlässlich, um den Abwärtstrend beizubehalten.
Ziel: Eine stärkere Umsetzung des WHO-Rahmenübereinkommens zur Bekämpfung des Tabakkonsums in allen Ländern.
Täglicher Tabakkonsum ab dem 10. Lebensjahr
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machen
199020162030
0
15
30%
22%
16%
13%
15%
12%
IMPFSTOFFE
Impfstoffe sind die beeindruckendste Erfolgsgeschichte im Bereich globaler Gesundheit.
Mehr Menschen denn je werden gegen mehr Krankheiten denn je geimpft und davor geschützt. Der nächste Schritt für Immunisierungsprogramme ist der Kampf gegen Stagnation. Dazu müssen die Regionen eines Landes (auch Länder mit hohen Durchschnittsraten) gefunden werden, in denen Ungleichheit herrscht, und diese Regionen müssen mit einem vollen Satz an lebensrettenden Impfstoffen versorgt werden. Wir haben Länder gruppiert und die Gruppen separat aufgezeichnet, um die Lücke zwischen mehr und weniger entwickelten Ländern zu zeigen.
Ziel: Die Unterstützung der Forschungs und Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten für ansteckbare und nicht ansteckbare Krankheiten, von denen vor allem Entwicklungsländer betroffen sind, und die Bereitstellung erschwinglicher Medikamente und Impfstoffe.
Der sozio-demographische Index (SDI) ist eine Maßeinheit, die auf dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen, dem Bildungsstand und der Gesamtfruchtbarkeitsrate basiert.
Anteil der Zielbevölkerung mit Zugang zu acht Impfstoffen, abhängig von der Inklusion in landesweiten Impfplänen
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenSDI hoch / niedrig
199020162030
0
50
100%
73%
89%
93%
Hoch
Niedrig
90%
97%
HYGIENE
Diese Tabelle basiert auf Daten, die zeigen, dass eine Verbesserung im Hygienebereich nur dann erreicht werden kann, wenn mehr Menschen an die Kanalisation und Abwasseraufbereitungssysteme angeschlossen sind, die in vielen Ländern sehr teuer und unzweckmäßig sind.
Wir sind der Ansicht, dass wir einen noch größeren Fortschritt erzielen werden, wenn wir noch mehr menschliche Exkremente aufsammeln und behandeln, die derzeit in Latrinen und Klärgruben gesammelt werden, und wenn innovative Toiletten auf den Markt gebracht werden, die Pathogene abtöten, aber nicht auf eine Kläranlage angewiesen sind.
Ziel: Zugang zu adäquaten und angemessenen sanitären Anlagen für alle Menschen und ein Ende des öffentlichen Defäkierens, unter besonderer Beachtung der Bedürfnisse von Frauen und Mädchen und gefährdeten Menschen.
Bevölkerungsteile mit unsicheren oder nicht verbesserten sanitären Anlagen
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenWenn wir Rückschritte machenZiel für das Jahr 2030
199020162030
0
30
60%
57%
33%
23%
32%
20%
2%
FINANZDIENSTLEISTUNGEN FÜR DIE ARMEN
Im Vergleich zu anderen Diagrammen geht dieses nur bis aufs Jahr 2005 zurück, als der IWF mit der Datenerfassung begann.
Der 75-prozentige Zuwachs an Bankkonten in einem einzigen Jahrzehnt zeigt das erstaunliche Potenzial digitaler finanzieller Dienstleistungen. Aber es reicht nicht, nur ein Bankkonto zu haben, man benötigt auch finanzielle Inklusion. Menschen müssen sie auch benutzen und nicht nur als teure informelle Dienstleistung sehen. Das bedeutet, dass Banken und mobile Netzwerkbetreiber im Fintech-Bereich mit Innovationen aufkommen müssen, um auf die wichtigsten Bedürfnisse armer Menschen einzugehen.
Ziel: Inländische Finanzinstitute stärken und dabei unterstützen den Zugang zu Bank-, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen für alle Menschen möglich zu machen. IWF-Daten für 2005 und 2008. Weltbankdaten für 2011 und 2014. Hochrechnungen des McKinsey Global Institute ab 2015.
Anteil der Erwachsenen (15 Jahre oder älter) mit einem Konto bei einer Bank oder einem anderen Geldinstitut, oder bei einem mobilen Serviceanbieter für Geldgeschäfte.
Aktuelle PrognoseWenn wir Fortschritt machenZiel für das Jahr 2030
200520162030
0
50
100%
37%
65%
82%
92%
97%
BILDUNG
Es ist relativ einfach, die Schüler in einer Schule zu zählen. Die Zahl sagt aber nur wenig darüber aus, was diese Schüler wirklich lernen.
Die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) haben den Fokus von der reinen Menge (wie zum Beispiel Anmeldung und Abschluss) hin zu Quantität und Qualität der Ausbildung verlagert. Die Qualität (schulische Leistung) ist allerdings schwerer zu messen. Zahlreiche Länder erfassen keine nützlichen Lerndaten, vor allem keine Daten, die einem weltweiten Vergleich dienen könnten. Der erste Schritt ist die Entwicklung eines besseren landesübergreifenden Systems, besonders für die niedrigen Klassenstufen. Wir müssen bereits zu einem frühen Zeitpunkt wissen, ob Kinder lesen können, denn das Lesen ist die Grundlage allen weiteren Lernens.
Anteil der Kinder und Jugendlichen:in den Jahrgangsstufen 2 und 3; nach Abschluss der Grundschule und nach Abschluss einer Sekundärschule, die das Mindestmaß an Qualifikation in den Fächern Lesen und Mathematik aufweisen, nach Geschlecht
199020162030
Unzureichende Daten
GESCHLECHTERROLLEN
Wenn Frauen kleine landwirtschaftliche Betriebe führen können und Eigentümerinnen ihres Landes sind, kann sich ihr Leben grundlegend ändern.
Sie haben zu Hause eine bessere Verhandlungsposition und gewinnen an Einfluss auf die Zukunft ihrer Familie. Die SDGs verfolgen das ausdrückliche Ziel, Mädchen und Frauen unabhängiger zu machen, aber die Tatsache, dass nur drei der 14 Indikatoren dieses Ziels ausreichende Grunddaten haben und verfolgbar sind, zeigt uns, wie sehr wir dieses Thema vernachlässigt haben. Als wir den Indikator zur Verteilung der Geschlechter in der Landwirtschaft aufgenommen haben, war man sich noch nicht darüber einig, wie dies gemessen werden könnte. Seither hat die UNO Definitionen, Standards und eine Methode entwickelt. Wir müssen diesen Ansatz noch testen und sichergehen, dass Länder ihre Indikatoren regelmäßig verfolgen können. Wenn wir die Daten haben, wird es einfacher sein, Richtlinien und Programme zu erarbeiten, die Mädchen und Frauen mehr Unabhängigkeit geben.
Anteil der landwirtschaftlichen Bevölkerung mit Eigentumsansprüchen oder Nutzungsansprüchen auf Land, nach Geschlecht; und der Anteil an Frauen unter den Eigentümern oder den Anspruchsberechtigten landwirtschaftlicher Nutzflächen, nach Eigentumsverhältnis.
199020162030
Unzureichende Daten
LANDWIRTSCHAFT
Landwirtschaft ist wichtig, um die Armut zu reduzieren. Daher ist es wichtig, die Produktivität und das Einkommen kleiner Bauern zu verfolgen. Derzeit erfassen viele Länder ihre Landwirtschaftsdaten nicht, weil es zu aufwendig und teuer ist.
Mit dem „Agricultural Integrated Survey (AGRIS)“ wird gerade eine neue Methode entwickelt, die potenziell hochqualitative Daten günstig erfassen kann. Sie nutzt einen modularen Ansatz, bei dem Länder verschiedene Datenquellen zusammen fügen und effiziente Datenerfassungsstrategien anwenden, um ein genaues Bild zu ermitteln. Das Wichtigste ist jetzt, AGRIS schnell zu testen und zu validieren und sicherzugehen, dass Spender Ländern bei der Umsetzung und Skalierung helfen können.
Produktionsmenge pro Arbeitseinheit nach Größe der Landwirtschaft/des Ackerlands/des Waldbesitzes
199020162030
Unzureichende Daten

Wir wissen, dass man Krankheiten heilen und Armut beseitigen kann. Wir fordern alle dazu auf, sich dem ernsthaft anzunehmen. Wir können entscheiden, wieviel Elend beseitigt wird. Lassen Sie uns gemeinsam ehrgeizig sein. Lassen Sie uns gemeinsam mit gutem Beispiel vorangehen.

Wir werden diesen Bericht bis 2030 jedes Jahr veröffentlichen, weil wir Führungspersonen inspirieren möchten, indem wir ihnen die Möglichkeiten zeigen und ihnen Beweisgrundlagen liefern sowie Informationen dazu bereitstellen, wie sie effektiver sein könnten.

Auf dem Laufenden bleiben

Melden Sie sich an, um E-Mail-Updates von der Bill & Melinda Gates Stiftung zu bekommen.

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Quellen und Notizen

Für diesen Bericht haben wir 18 von 232 SDG-Indikatoren ausgewählt. Nachstehend führen wir die Quellen für die Daten in den Diagrammen auf. In Bereichen mit Maßnahmendefinitionen vom Institute for Health Metrics and Evaluation, die noch weiter erläutert werden müssen, haben wir nachstehend zusätzliche Details aufgeführt. Die globalen Ziele für das Jahr 2030 in den Diagrammen zeigen den Fortschritt, den die Welt anstrebt. Einige SDG-Indikatoren haben ein quantifizierbares globales Ziel (z. B. die Müttersterblichkeit), einige haben ein quantifizierbares Landesziel (z. B. die Kinder- und Säuglingssterblichkeit), das wir auf eine globale Ebene extrapoliert haben. Für andere haben wir die Ziele übernommen, die von der Weltgesundheitsorganisation für das Jahr 2030 vorgeschlagen wurden (z. B. für HIV, Malaria, TB).

ARMUT

Homi Kharas, The Brookings Institution, personal correspondence, Juli 2017

Finanzielle Dienstleistungen für die Armen

Globale Daten für 2005 und 2008: Internationaler Währungsfonds, Zugang zu Finanzdienstleistungen, http://data.imf.org/FAS

2011 und 2014: Weltbank, Globaler Findex, http://datatopics.worldbank.org/financialinclusion/

„Current projection (Aktuelle Prognose)“ und „If we progress (Wenn wir Fortschritt machen)“ Szenarien ab 2015: basierend auf den oben aufgeführten historischen Daten und McKinsey Global Institute, „Digital Finance for All: Powering inclusive growth in emerging economies“ von James Manyika, Susan Lund, Marc Singer, Olivia White, und Chris Berry, September 2016 http://www.mckinsey.com/global-themes/employment-and-growth/how-digital-finance-could-boost-growth-in-emerging-economies

Erica Field, Rohini Pande, Natalia Rigol, Simone Schaner und Charity Troyer Moore, „On Her Account: Can Strengthening Women’s Financial Control Boost Female Labor Supply?“ 15. November 2016. http://scholar.harvard.edu/files/rpande/files/on_her_account.can_strengthening_womens_financial_control_boost_female_labor_supply.pdf

William Jack und Tavneet Suri, „The long-run poverty and gender impacts of mobile money“ 9. Dezember 2016. http://science.sciencemag.org/content/354/6317/1288

Alle anderen Diagramme

Prognosen des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) an der University of Washington. Methoden für Szenarien: „If we progress (Wenn wir Fortschritt machen)“ Szenario: Diese Daten werden von der Einstellung der Änderungsraten auf das 85. Perzentil der historischen durchschnittlichen Änderungsraten in Ländern abgeleitet. „If we regress (Wenn wir Rückschritte machen)“ Szenario: Diese Daten werden von der Einstellung der Änderungsraten auf das 15. Perzentil der historischen durchschnittlichen Änderungsraten in Ländern abgeleitet. Die aktuellen Prognosen basieren auf Trends aus der Vergangenheit.

Zusätzliche Informationen zu IHME-Daten finden Sie auf: http://healthdata.org/globalgoals/

Zusätzliche Details zu den IHME-Definitionen für die folgenden Indikatoren:

VERNACHLÄSSIGTE TROPISCHE KRANKHEITEN

Das IHME misst die gesamte Prävalenz von 15 NTDs pro 100.000 Menschen, die aktuell in der Untersuchung „Global Burden of Disease“ gemessen wird: Afrikanische Trypanosomiase, Chagas-Erkrankung, zystische Echinokokkose, Cysticercose, Dengue-Fieber, lebensmittelbedingte Trematoden, Guinea-Wurm, intestinale Nematodeninfektionen, Leishmaniose, Lepra, lymphatische Filariose, Onchozerkose, Tollwut, Bilharziose und Bindehautentzündungen.

FLÄCHENDECKENDE GESUNDHEITSVERSORGUNG

Zu den Tracer-Interventionen gehören flächendeckende Impfungen (drei Dosen an DPT-Impfstoff, Masern-Impfstoff und drei Dosen des oralen Polio-Impfstoffs oder inaktiven Polio-Impfstoff); ausreichende moderne Empfängnisverhütung; Schwangerenfürsorge; Fürsorge durch qualifizierte Geburtshelfer; Entbindungen im Krankenhaus sowie flächendeckende antiretrovirale Therapie für Menschen, die mit HIV angesteckt sind. Die 32 Krankheiten, die mit modernen Therapien gut behandelbar sind und nicht zum Tod führen müssen, und die zum Healthcare Access and Quality (HAQ) Index (Gesundheitswesen-Index) gehören, sind u.a.: Tuberkulose, Durchfallerkrankungen, Infektionen der unteren und oberen Atemwege, Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Masern, Erkrankungen von Müttern, Säuglingskrankheiten, Darm- und Mastdarmkrebs, weißer Hautkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs, Hodenkrebs, Hodgkin’s Lymphom, Leukämie, rheumatische Herzerkrankungen, ischämische Herzerkrankungen, Hirngefäßerkrankungen, Bluthochdruckerkrankungen, Magengeschwüre, Blinddarmentzündung, Leistenbruch, Erkrankungen der Gallenblase und des Gellengangs, Epilepsie, Diabetes, chronische Nierenerkrankungen, angeborene Herzanomalien und schädliche Wirkungen medizinischer Behandlungen.

Wir skalieren dann diese 41 einzelnen Datenpunkte auf einer Skala von 0 bis 100, wobei 0 für die schlimmsten Fälle steht, die zwischen 1990 und 2016 beobachtet wurden, und 100 für die besten Fälle im gleichen Zeitraum. Wir berechnen dann den arithmetischen Durchschnitt dieser 41 skalierten Indikatoren, damit wir die gesamte große Bandbreite an Gesundheitsdienstleistungen in den Bereichen Reproduktion, Gesundheit von Müttern, Säuglingen und Kindern, Infektionskrankheiten, nicht übertragbare Krankheiten, Dienstleistungskapazität und Zugang zu Dienstleistungen erfassen.

IMPFSTOFFE

Zu den Impfstoffen zählen DPT (drei Dosen), Masern (eine Dosis), Tuberkulose, Polio (drei Dosen), Hepatitis B (drei Dosen), Haemophilus Influenzae Typ b (Hib, drei Dosen), kombinierte Pneumokokken (PCV, drei Dosen) und Rotavirus (zwei oder drei Dosen). Das IHME hat den geometrischen Durchschnitt dieser acht Impfstoffe basierend auf ihrer Integration in landesweite Impfungspläne verwendet, um die gesamte Flächendeckung mit Impfstoffen zu berechnen.

HYGIENE

Das IHME erfasst in seinen Berechnungen auch Haushalte mit Abwasseranschluss (Kläranlagen); Haushalte mit verbesserter Hygiene ohne Abwasseranschluss (Trockentoiletten, belüftete, verbesserte Latrinen, Latrinen mit Betonboden, Biotoiletten) und Haushalte ohne verbesserte Hygiene (Spültoiletten ohne Abwasseranschluss oder Anschluss an ein Faulbecken, Trockentoiletten ohne Betonboden oder mit offenen Löchern, Eimer, Hängetoiletten oder Hängelatrinen, Gruppentoiletten oder keine Toiletten) im Sinne des Joint Monitoring Program (JMP).

Die Geschichten hinter den daten

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